... ist doof. Als Ausländer darf man keinen Lastwagen besitzen, sagt scheinbar eine Vorschrift. "Um Taiwans Arbeiter zu schützen". Gilt auch für Pickups, die schon als Lastwagen zugelassen werden. Pech, wenn ein Ausländer ein Geschäft aufmachen will, er braucht dann einen *nesen, um den Wagen zuzulassen.
* : [Taiwa|Chi]
http://forumosa.com/taiwan/viewtopic.php?f=75&t=86488
Dienstag, März 09, 2010
(AEP), Go, go, Sundance Wu
Während ich ob des laufenden Hausverkaufs derzeit zu beschäftigt bin, um mich um das Blog zu kümmern, habe ich einen Expatkollegen gebeten, hier solange das Blog weiterzuführen, seine Beiträge werden unter seinem Pseudonym AEP (Adolf E. Pankraz) erscheinen. Er will in nächster Zeit "Gedichte und Modetipps" bringen, sagt er. Nun, Gedichte von AEP hatten wir schon öfter, haben sie hier im Blog aber meist wieder gelöscht, der Kopfschmerzen wegen. Nun gut, lassen wir ihn machen. Viel Vergüngen. "Modetipps und Gedichte", das sieht im wieder ähnlich.

Go, go, Sundance Wu!
Adolf E. Pankraz
Notizen im Tai-Wahn, 2001
Go, go, Sundance Wu, wake up, time is due.
Wach auf, wach auf, Sundance Wu,
Draußen wartet ein neuer Tag auf dich Straßenritter.
Go, go, Sundance Wu, bareback riding im Bugaloo,
Tanz durch den Verkehr wie ein Funke im Tempelofen.
Ganz Taiwan wartet auf Dich, Sundance Wu.
Fühl den Taiwanstahl zwischen deinen Schenkeln,
Das Vibrieren der Mopedkraft,
Go, go, Sundance Wu, du bist der Chef, der Laoban, go!
Ja, reite durch den Verkehr, drehe am Gashebel,
Go, go, Sundance Wu, die Sonne brennt, der Smog sogar in den Lungen,
Go, go, Sundance Wu, das Leben ist kurz und du sowieso.
Ja go, go, Sundance Wu, zwischen den Toyotas durch im nu,
Der verdammte Blue Truck muss jetzt bremsen,
Go, go, Sundance Wu, du wirst es allen zeigen, Sundance Wu.
Der Motor vibriert, der Sound ist wie im Manga,
Go, go, Sundance Wu, der Tag ist dein, Sundance Wu.
Wupps, was scheppert da im Gebälk?
Oh je, das war der Sundance Wu.
Gelitten hat er am meisten zwischen der dritten und vierten Achse,
Oh, oh, Sundance Wu.
Weder Du noch der Lasterfahrer hatten einen Führerschein,
Du warst high vom Moped, er von Betelnuss und Whisby,
Fuck, fuck, Sundance Wu.
Alle starren auf den Zwillingsreifen,
Nur nicht der Truckfahrer, der spuckt erstmal aus.
Und reibt die schmutzige Sandale am Hosenbein.
Ein neuer Tag in Taipeh, die Sonne steht am Himmel.
Und nicht nur die, sondern gleich daneben,
Auch unser Sundance, Sundance, Sundance Wu.

Go, go, Sundance Wu!
Adolf E. Pankraz
Notizen im Tai-Wahn, 2001
Go, go, Sundance Wu, wake up, time is due.
Wach auf, wach auf, Sundance Wu,
Draußen wartet ein neuer Tag auf dich Straßenritter.
Go, go, Sundance Wu, bareback riding im Bugaloo,
Tanz durch den Verkehr wie ein Funke im Tempelofen.
Ganz Taiwan wartet auf Dich, Sundance Wu.
Fühl den Taiwanstahl zwischen deinen Schenkeln,
Das Vibrieren der Mopedkraft,
Go, go, Sundance Wu, du bist der Chef, der Laoban, go!
Ja, reite durch den Verkehr, drehe am Gashebel,
Go, go, Sundance Wu, die Sonne brennt, der Smog sogar in den Lungen,
Go, go, Sundance Wu, das Leben ist kurz und du sowieso.
Ja go, go, Sundance Wu, zwischen den Toyotas durch im nu,
Der verdammte Blue Truck muss jetzt bremsen,
Go, go, Sundance Wu, du wirst es allen zeigen, Sundance Wu.
Der Motor vibriert, der Sound ist wie im Manga,
Go, go, Sundance Wu, der Tag ist dein, Sundance Wu.
Wupps, was scheppert da im Gebälk?
Oh je, das war der Sundance Wu.
Gelitten hat er am meisten zwischen der dritten und vierten Achse,
Oh, oh, Sundance Wu.
Weder Du noch der Lasterfahrer hatten einen Führerschein,
Du warst high vom Moped, er von Betelnuss und Whisby,
Fuck, fuck, Sundance Wu.
Alle starren auf den Zwillingsreifen,
Nur nicht der Truckfahrer, der spuckt erstmal aus.
Und reibt die schmutzige Sandale am Hosenbein.
Ein neuer Tag in Taipeh, die Sonne steht am Himmel.
Und nicht nur die, sondern gleich daneben,
Auch unser Sundance, Sundance, Sundance Wu.
Montag, März 08, 2010
A.E.P., 1986, aus "Von der Liebe"
Würdest Du mich auch noch lieben...
Adolf E. Pankraz
Würdest du mich auch noch lieben,
Wenn ich ein armer Handwerker wäre,
Zu wenig zum Leben hätte,
Mit ausgewaschenen Hosen über die Straße schlappen würde?
Würdest du mir deine feuchten Lippen schenken,
Und mir dein Herz noch dazu,
Auch den dicken Busen obendrein,
Würdest mich lieben und herzen den ganzen Tag?
Was wenn ich bisschen hässlich wäre?
Sagen wir mit krummer Nase und gelbem Zahn,
Schiefem Fuß und langem Nasenhaar,
Na wie wär’s dann mit der Liebe?
Und wenn ich ein Choleriker wäre?
Übellaunig jeden Nachmittag?
Und ein Muffel am Morgen?
Betrunken am Abend, mich am Biere labend?
Läge ich den ganzen Tag nur auf dem Sofa,
Schnarchend und Trinkend,
Ja was wäre dann?
Wäre Deine Liebe stark genug?
Darum sag mir oh mein Schatz,
Würdest Du mich auch morgen noch lieben,
Wenn die Sonne aufgeht
Und du mein fleckiges Unterhemd sehen könntest?
Bislang ist noch jede an der sechsten Strophe raus,
Darum suche ich immer noch,
Die holde Meine, die Eine und Wahre,
Die eine richtige für meiner Vater Sohn.
Dumm di dumm di dumm di dei,
Scha la la la, scha la la la lu,
Dumm dideldei dumm dideldei,
A little shy am ei.
Adolf E. Pankraz
Würdest du mich auch noch lieben,
Wenn ich ein armer Handwerker wäre,
Zu wenig zum Leben hätte,
Mit ausgewaschenen Hosen über die Straße schlappen würde?
Würdest du mir deine feuchten Lippen schenken,
Und mir dein Herz noch dazu,
Auch den dicken Busen obendrein,
Würdest mich lieben und herzen den ganzen Tag?
Was wenn ich bisschen hässlich wäre?
Sagen wir mit krummer Nase und gelbem Zahn,
Schiefem Fuß und langem Nasenhaar,
Na wie wär’s dann mit der Liebe?
Und wenn ich ein Choleriker wäre?
Übellaunig jeden Nachmittag?
Und ein Muffel am Morgen?
Betrunken am Abend, mich am Biere labend?
Läge ich den ganzen Tag nur auf dem Sofa,
Schnarchend und Trinkend,
Ja was wäre dann?
Wäre Deine Liebe stark genug?
Darum sag mir oh mein Schatz,
Würdest Du mich auch morgen noch lieben,
Wenn die Sonne aufgeht
Und du mein fleckiges Unterhemd sehen könntest?
Bislang ist noch jede an der sechsten Strophe raus,
Darum suche ich immer noch,
Die holde Meine, die Eine und Wahre,
Die eine richtige für meiner Vater Sohn.
Dumm di dumm di dumm di dei,
Scha la la la, scha la la la lu,
Dumm dideldei dumm dideldei,
A little shy am ei.
Freitag, März 05, 2010
Hausverkauf
In diesem Blog kann man irgendwo noch das Werden unseres Reihenhauses im Landkreis Taoyuan verfolgen, doch dieser Tage machen wir uns an den Verkauf. Ein Maklervertrag soll morgen früh unterzeichnet werden. Die Trennung vom Haus ist eine traurige Phase, oft bleibt der Blick auf den Holztäfelungen hängen, die das taube Schreineronkelchen und seine Kreissäge im Erdgeschoss überall befestigt hat, immer wieder erkennt man neue Details, die man die ganzen Jahre (seit 2006) ignoriert hat und an denen man immer weider vorbei gelaufen ist, ohne sie groß zu beachten, wie etwa die verspielte Glaswand vor der Eingangstür und dergleichen. Auch wenn das Haus in den Obergeschossen meist aus leeren Zimmern und weißen Wänden besteht. Richtig eingerichtet haben wir die Obergeschosse nie, weil ich mich nie festlegen wollte, wieviele Jahre ich nun noch in Taiwan zubringen will. Ich frage mich sowieso wie andere Expats das immer machen, haben die alle mehrere Geschwister, die zuhause den Eltern unter die Arme greifen, während sie an fernen Küsten leben? Auch eine Taiwanmüdigkeit hat sich bei mir eingetellt, die hektische und volle Insel strapaziert nach über 6 Jahren meine Nerven manchmal wie ein nicht enden wollender Abenteuerfilm mit immer wieder und wieder den selben Szenen. Die latente Kriegsgefahr kommt noch dazu, wenn 2012 die Taiwanesen die Unabhängigkeitspartei wählen und die laufenden Wiedervereinigungsverhandlungen, die von der deutschen Presse meist nur als "Tauwetter zwischen Taipeh und Peking" bezeichnet werden, tatsächlich abgebrochen werden, dann wird China wieder mit einem Angriff auf Taiwan liebäugeln wie zuletzt 2004, als der damalige Präsident Taiwans mit seinem "Taiwan Yes, China No"-Slogan die kommunistische Partei Chinas bis aufs Blut gereizt hatte.
Viele Gründe wegzugehen, spannende Herausforderungen beruflich wie privat.
Der Hausverkauf soll auch die Mittel frei machen, mein heimatliches Konto wieder aufzufüllen, denn jeden Pfenning in der Krisenregion Taiwan zu haben, erscheint mir ehr tollkühn als klug und soll umgekehrt meiner Frau die Möglichkeit geben, in Taiwan bestimmte geschäftliche Ziele zu erreichen, Stichwort "wirtschaftliche Unabhängigkeit".
Wie es dann weitergeht und wieviel Taiwan ich mir noch genehmige, ich weiß es nicht und die Zukunft wird es zeigen. Spannend noch die Frage, wo wir dann wohnen in Taiwan. Meine Frau will eine schicke untere Mittelklassebude in Taipei. Die haben undichte Fenster, bisweilen tote Ratten im Treppenhaus und einen 24h-Geräuschpegel aus auf und ab springenden Menschen, verschobenen Möbeln, Gehämmere, ratternden Wasserpumpen, knatternden Mopeds, Lautsprecherwagen vorm Haus und im Extremfall zwei Monate lang Presslufthammergetöse in der Nachbarwohnung - wenn umdekoriert wird (kein Witz, hier holt man nicht die Maler sondern den Mauerer, der den Putz von den Wänden hämmert bis auf das Stahlkorsett darunter). Also gibt es viel, auf das ich mich freuen kann, wir tauchen noch mal so richtig ein in das herrlich-quirlige urbane Leben von Taipei kurz vorm Ende. Hmmm... ich rieche schon den Duft der großen Stadt. Hust.
Oder ich überrede mein Weiberl, eine Wohnung im Grünen zu finden. Aber ich habe den Verdacht, sie schreckt vor der frischen Luft zurück ;-)
Viele Gründe wegzugehen, spannende Herausforderungen beruflich wie privat.
Der Hausverkauf soll auch die Mittel frei machen, mein heimatliches Konto wieder aufzufüllen, denn jeden Pfenning in der Krisenregion Taiwan zu haben, erscheint mir ehr tollkühn als klug und soll umgekehrt meiner Frau die Möglichkeit geben, in Taiwan bestimmte geschäftliche Ziele zu erreichen, Stichwort "wirtschaftliche Unabhängigkeit".
Wie es dann weitergeht und wieviel Taiwan ich mir noch genehmige, ich weiß es nicht und die Zukunft wird es zeigen. Spannend noch die Frage, wo wir dann wohnen in Taiwan. Meine Frau will eine schicke untere Mittelklassebude in Taipei. Die haben undichte Fenster, bisweilen tote Ratten im Treppenhaus und einen 24h-Geräuschpegel aus auf und ab springenden Menschen, verschobenen Möbeln, Gehämmere, ratternden Wasserpumpen, knatternden Mopeds, Lautsprecherwagen vorm Haus und im Extremfall zwei Monate lang Presslufthammergetöse in der Nachbarwohnung - wenn umdekoriert wird (kein Witz, hier holt man nicht die Maler sondern den Mauerer, der den Putz von den Wänden hämmert bis auf das Stahlkorsett darunter). Also gibt es viel, auf das ich mich freuen kann, wir tauchen noch mal so richtig ein in das herrlich-quirlige urbane Leben von Taipei kurz vorm Ende. Hmmm... ich rieche schon den Duft der großen Stadt. Hust.
Oder ich überrede mein Weiberl, eine Wohnung im Grünen zu finden. Aber ich habe den Verdacht, sie schreckt vor der frischen Luft zurück ;-)
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Donnerstag, März 04, 2010
Habla Usted Espanol?
Keine Ahnung wo ich die Sonderzeichen herkriegen soll und ob das alles so richtig ist. Bevor ich auf den "Felsen" (im Englischen "The Rock", abgeleitet vom Kürzel "ROC" thes offiziellen Staatsnamens "Republic of China"), der auch Taiwan oder Formosa genannt wird gekommen bin, habe ich Spanisch im Anfangsstadium gesprochen. Fast alles wieder verlernt, seit ich versuche die Mundart der Eingeborenen nachzumachen, die wie im Vollrausch gesprochenes Holländisch klingt (manche nennen es auch "Mandarin"). Gerade klingelte wieder das Telefon und ein 'Nese (Insert "Taiwa" or "Chi" according to your liking) krähte erst dieses gruselige Taiwan-Telefon-Hallo in den Hörer (wei, wei, wei sagen die immer) anstatt einfach seinen Namen zu sagen und wen er sprechen will (Chiang Kai Chek? Den Papst? Mutter Teresa? Lou, den Product Manager mit den roten Lippen und den französischen Klingeltönen?). Und als ich ihm dann auf Mandarine sagte, dass keiner da ist, hat er einfach aufgelegt, der ungehobelte Klotz. Von wegen höflich, die Herren Asiaten. Na warte, der nächste kriegt Spanisch zu hören. Nimm das, Taiwan. Ha!
Euer
Commandante Lodliguez
Euer
Commandante Lodliguez
Gaia, are you finished now?
That was a real long one. Mother earth shaking her thing long and hard. Ceiling in the office starts to make noise and then this glass room separator on the ceiling (like those in the corridors in the old Star Trek episodes) started to shake. Quite a few quakes recently. Gaia, can I take my shoes off again? OK, xie xie.
BTW, spare me when you want to snuff out the locals. I don't litter (well, that tissue on Monday was biologically decomposable) and I would have bought a car with a catalytic converter if Nissan had offered one. I also don't root out any green areas like the locals. Like that estate agent telling me, "don't worry about the green terrain next to the house [I was interested to buy], this will be erased soon. "Woooow, thank you Mr. Concrete, that's lovely to know." Yeah, mean bastards the locals, I know, but now calm down and stop shaking. Womenfolk, once they get started...
BTW, spare me when you want to snuff out the locals. I don't litter (well, that tissue on Monday was biologically decomposable) and I would have bought a car with a catalytic converter if Nissan had offered one. I also don't root out any green areas like the locals. Like that estate agent telling me, "don't worry about the green terrain next to the house [I was interested to buy], this will be erased soon. "Woooow, thank you Mr. Concrete, that's lovely to know." Yeah, mean bastards the locals, I know, but now calm down and stop shaking. Womenfolk, once they get started...
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Dienstag, März 02, 2010
Göttergatte, Schwiegermama und Ehefrau
Taiwan ist ein Land zwischen Moderne, geprägt durch Toyotas und MP3-Player neben Laptops und Miniröcken für die Damen, sowie der traditionell chinesischen Kultur, schließlich ist das heutige Taiwan durch die Flucht der Regierung der Republik China vom Festland im Jahre 1949 entstanden. Die Geschichte, die sich bei der vor mir sitzenden Kollegin zutrug, ist auch ein typisches Beispiel, wie sich traditionelle Rollen, hier insbesondere die traditionelle Rolle der Frau in ihrer "neuen Familie", in die sie eingeheiratet hat und die traditionelle Rolle der Kinder in der chinesischen Gesellschaft (wenn auch hier auf Taiwan) an der Moderne und ihren neuen Rollenbildern reiben.
Lange Rede kurzer Sinn, die Kollegin reichte die Kündigung ein, erklärte nach dem chinesischen Neujahrsfest nicht mehr bei unserer Computerfirma im technischen Großkunden-Support arbeiten zu können, weil ihr Mann nach Singapur versetzt wurde. Ungern würde sie das wunderschöne Taipei gegen das überfüllte und hektische Singapur mit seinem -noch schlimmeren- Verkehrschaos eintauschen, aber es müsse ja nun mal sein. Sie kündigte also und plante mit ihrem Mann, nennen wir ihn einmal Adam Fong (und sie Eva Fong), den Umzug in eine neue Wohnung und in ein neues Leben in den Stadtstaat Singapur auf dem asiatischen Festland. Doch bis Singapur ist sie nie gekommen. Denn als sie mit ihrem Mann beim Planen des Umzugs war, erlitt ihre Schwiegermutter einen Herzinfarkt, überstand dieses jedoch und war ab sofort etwas pflegebedürftig. Schnell entschied der Familienrat aus Adam Fong und seinen drei Geschwistern, was zu tun war. Alle seine drei Geschwister seien berufstätig und er selbst natürlich auch, erklärte er seiner Frau. Weil aber sie gerade ihren Job gekündigt habe, habe sie ja hinreichend freie Zeit um ihre Schwiegermutter zu pflegen. Es war also beschlossene Sache, alle Proteste von Eva halfen nichts. Adam Fong zog allein in die neue Wohnung nach Singapur und lebte dort herrlich und in Freuden, während seine Frau Eva zu ihrer Schwiegermutter nach Südtaiwan zog um sie zu pflegen. Selten habe ich erlebt, dass sich das moderne Taiwan mit seinen selbstbewussten und wie in diesem Fall oft in der Computerindustrie arbeitenden jungen Frauen so sehr in Konflikt befindet mit dem traditionellen Taiwan, was eigentlich das traditionelle China ist. Alles schien wie in einem Film, aus der jungen Ingenieurin, die eben noch industrielle Großkunden aus Übersee bei gewichtigen technischen Problemen beriet war binnen kürzester Zeit eine Dienstmagd geworden! Sie klagte meiner Frau ihr Leid: Schwiegermama lebt auf einem Hügel im Süden, ganz weit draußen auf dem Land. Da gibt es zwar Telefon, aber kein Kabelfernsehen und kein Internet! Mitten aus der High-Tech-Industrie Taiwans war die junge Frau in einen Albtraum des alten Chinas geworfen worden, abgestellt vom Familienrat zur Pflege einer zürnenden Schwiegermutter, die alles auf sie nieder gekommene Ungemach der Welt an der Schwiegertochter ablassen konnte. Putz hier, putz da, da gleich noch einmal und dann bring noch den Müll raus. Und wie der Kohl wieder schmeckt, den du da gekocht hast, igitt, wie hat mein Sohn das nur ausgehalten. So ähnlich muss es geklungen haben und ohne die 50 Kabelsender und ohne Internet waren kleine Fluchten aus dem Alltag nicht möglich. Auch war kein Dorf und keine Stadt in der Nähe, nur Schwiegermama und die verlassene Hügel.
Schnell war zum Göttergatten telefoniert, doch der blieb unnachgiebig. Sie habe nun mal Zeit und alle anderen seien berufstätig, also müsse sie den Pflegejob machen. "Chinesische Familiendisziplin" hat das das Buch "Kulturschock China/Taiwan" genannt.
Wer würde gewinnen? Das moderne Taiwan verkörpert durch die junge High-Tech-Angestellte oder das konfuzianische Familienprinzip, nach dem die pflegebedürftige alte Frau weit über ihrer Schwiegertochter stand und ihre Instruktionen zu befolgen waren. Auch der Göttergatte war, so die Theorie, seiner Frau gegenüber ja befehlsberechtigt. Eva suchte nun Kompromisse. Kann Schwiegermama nicht nach Taipei ziehen, in die volle und laute Hauptstadt voller Geschäfte und Elektronik? Nein, will sie nicht. Näher an das nächste Dorf? Nein, will sie nicht. Und übrigens, die Einfahrt muss noch gefegt werden und dann machst du noch die Betten. Können die anderen drei Kinder der Schwiegermama nicht auch mal helfen? Nein, geht nicht, keine Zeit.
Die Moderne hat gewonnen. Eva packte ihre Sachen, hat heute wieder in meiner Firma angefangen. Und der Gatte Adam? Packt seine Sachen und zieht zurück nach Taiwan zu seiner Frau. Die anderen drei Kinder der Schwiegermama? Losen aus, wer wann dran ist, ihr Familienoberhaupt auf dem einsamen Gipfel zu pflegen.
Ich hatte auf das Ergebnis gehofft. Schießlich habe ich schon oft gesehen, wie sie nach einiger Zeit ärgerlich wurde, wenn irgendein hochnäsiger männlicher Kollege Eva geärgert hat...
High-Tech gegen Konfuzius 1:0. Oder vielleicht auch unentschieden, schließlich wird Schwiegermama jetzt ja von allen vier Kindern gepflegt.
Lange Rede kurzer Sinn, die Kollegin reichte die Kündigung ein, erklärte nach dem chinesischen Neujahrsfest nicht mehr bei unserer Computerfirma im technischen Großkunden-Support arbeiten zu können, weil ihr Mann nach Singapur versetzt wurde. Ungern würde sie das wunderschöne Taipei gegen das überfüllte und hektische Singapur mit seinem -noch schlimmeren- Verkehrschaos eintauschen, aber es müsse ja nun mal sein. Sie kündigte also und plante mit ihrem Mann, nennen wir ihn einmal Adam Fong (und sie Eva Fong), den Umzug in eine neue Wohnung und in ein neues Leben in den Stadtstaat Singapur auf dem asiatischen Festland. Doch bis Singapur ist sie nie gekommen. Denn als sie mit ihrem Mann beim Planen des Umzugs war, erlitt ihre Schwiegermutter einen Herzinfarkt, überstand dieses jedoch und war ab sofort etwas pflegebedürftig. Schnell entschied der Familienrat aus Adam Fong und seinen drei Geschwistern, was zu tun war. Alle seine drei Geschwister seien berufstätig und er selbst natürlich auch, erklärte er seiner Frau. Weil aber sie gerade ihren Job gekündigt habe, habe sie ja hinreichend freie Zeit um ihre Schwiegermutter zu pflegen. Es war also beschlossene Sache, alle Proteste von Eva halfen nichts. Adam Fong zog allein in die neue Wohnung nach Singapur und lebte dort herrlich und in Freuden, während seine Frau Eva zu ihrer Schwiegermutter nach Südtaiwan zog um sie zu pflegen. Selten habe ich erlebt, dass sich das moderne Taiwan mit seinen selbstbewussten und wie in diesem Fall oft in der Computerindustrie arbeitenden jungen Frauen so sehr in Konflikt befindet mit dem traditionellen Taiwan, was eigentlich das traditionelle China ist. Alles schien wie in einem Film, aus der jungen Ingenieurin, die eben noch industrielle Großkunden aus Übersee bei gewichtigen technischen Problemen beriet war binnen kürzester Zeit eine Dienstmagd geworden! Sie klagte meiner Frau ihr Leid: Schwiegermama lebt auf einem Hügel im Süden, ganz weit draußen auf dem Land. Da gibt es zwar Telefon, aber kein Kabelfernsehen und kein Internet! Mitten aus der High-Tech-Industrie Taiwans war die junge Frau in einen Albtraum des alten Chinas geworfen worden, abgestellt vom Familienrat zur Pflege einer zürnenden Schwiegermutter, die alles auf sie nieder gekommene Ungemach der Welt an der Schwiegertochter ablassen konnte. Putz hier, putz da, da gleich noch einmal und dann bring noch den Müll raus. Und wie der Kohl wieder schmeckt, den du da gekocht hast, igitt, wie hat mein Sohn das nur ausgehalten. So ähnlich muss es geklungen haben und ohne die 50 Kabelsender und ohne Internet waren kleine Fluchten aus dem Alltag nicht möglich. Auch war kein Dorf und keine Stadt in der Nähe, nur Schwiegermama und die verlassene Hügel.
Schnell war zum Göttergatten telefoniert, doch der blieb unnachgiebig. Sie habe nun mal Zeit und alle anderen seien berufstätig, also müsse sie den Pflegejob machen. "Chinesische Familiendisziplin" hat das das Buch "Kulturschock China/Taiwan" genannt.
Wer würde gewinnen? Das moderne Taiwan verkörpert durch die junge High-Tech-Angestellte oder das konfuzianische Familienprinzip, nach dem die pflegebedürftige alte Frau weit über ihrer Schwiegertochter stand und ihre Instruktionen zu befolgen waren. Auch der Göttergatte war, so die Theorie, seiner Frau gegenüber ja befehlsberechtigt. Eva suchte nun Kompromisse. Kann Schwiegermama nicht nach Taipei ziehen, in die volle und laute Hauptstadt voller Geschäfte und Elektronik? Nein, will sie nicht. Näher an das nächste Dorf? Nein, will sie nicht. Und übrigens, die Einfahrt muss noch gefegt werden und dann machst du noch die Betten. Können die anderen drei Kinder der Schwiegermama nicht auch mal helfen? Nein, geht nicht, keine Zeit.
Die Moderne hat gewonnen. Eva packte ihre Sachen, hat heute wieder in meiner Firma angefangen. Und der Gatte Adam? Packt seine Sachen und zieht zurück nach Taiwan zu seiner Frau. Die anderen drei Kinder der Schwiegermama? Losen aus, wer wann dran ist, ihr Familienoberhaupt auf dem einsamen Gipfel zu pflegen.
Ich hatte auf das Ergebnis gehofft. Schießlich habe ich schon oft gesehen, wie sie nach einiger Zeit ärgerlich wurde, wenn irgendein hochnäsiger männlicher Kollege Eva geärgert hat...
High-Tech gegen Konfuzius 1:0. Oder vielleicht auch unentschieden, schließlich wird Schwiegermama jetzt ja von allen vier Kindern gepflegt.
Der 5 Mio. Dollar Mann
Min Fru will, dass ich eine permanente Aufenthaltsgenehmigung für Taiwan erwerbe. Sei praktisch sagt sie. Eigentlich heißt die aber "permanente Aufenthaltsgenehmigung für die Republik China", weil wir alle wissen, weil Taiwan ja eigentlich "Republik China" heißt. Allerdings verlangt die Republik China dafür, dass sich 5 Mio. Dollar auf meinem Bankkonto zur Ansicht einfinden. Taiwandollar allerdings. Das habe ich sowieso nie verstanden, wenn Taiwan eigentlich nicht Taiwan ist, staatlich betrachtet, sondern die Republik China, wieso heißt dann die Währung Taiwandollar, NT oder NTD und nicht Chinarupien, Chinataler oder wie auch immer? Na ja, gut, egal. Jedenfalls wären 5 Mio. der Taiwandollar etwa 125.000 Euro. Da muss ich also mal ganz tief in den Taschen wühlen, meine 700 Euro, die mein Leben in Taiwan mir auf dem deutschen Konto gelassen hat, sind schon mal ein Anfang. Gut, das Haus ist nicht abbezahlt und das Auto quietscht, aber vielleicht wenn ich etwas an den Süßigkeiten spare... Und wir essen ja gratis in der Kantine. Man darf sie ja auch behalten, die fünf Millionen, nur zeigen muss man sie. "Darf ich die noch mal sehen?" fragt dann der Beamte. Finger weg! Ursprünglich sollte ich das auch so auf meiner Hochzeit machen, wenn da auch ein Bruchteil gereicht hätte. Schwiegermama ein paar Zehntausend Euro geben und sie gibt sie mir zurück. Na lassen wir das jetzt. Vielleicht mal die obigen Götterstatuen in unserem Dorf um Rat fragen, wo die Millionen herkommen sollen. Wieviel sind die wohl eingeschmolzen wert, die Herren Götter...
Montag, März 01, 2010
Spaziergangsversuch

Der Natur eins mit der Faust draufgeben: Taipei, Taiwan (Baustellen, um eine zweite und dritte Lage Beton auf die erste zu setzen)
ENGLISH below
German: Gerade den Versuch eines Abendspaziergangs auf dem Dach der Firma (6.O.G.) in Jonghe, Taipei gemacht. Bei der zweiten Runde Hustenanfall und Halskratzen bekommen. Schnell wieder ins Treppenhaus, richtig durchatmen in der Klimaanlagenluft. "An die frische Luft gehen" ist ein Term, der von Bewohnern der Hauptstadt Taipei mit ähnlichem Unverständnis aufgenommen würde, wie Deutsche auf den Term "delikat wie frittierte Hühnerfüße" reagieren würden. Keine Ahnung ob die 'Nesen das sagen, sie essen sie jedenfalls gern. In Zukunft mache ich meine Runden wieder IM Büro, einmal außen rum ums Großraumbüro und noch eine Ehrenrunde zu den Sekretärinnen am Empfang, anstatt AUF dem Büro.
Ich hatte erwähnt, das sich Taiwan sogar im deutschen Fernsehen als touristisches Reiseziel geriert, oder? Sie sollten aber die Touristen warnen wegen der Nebenwirkungen, etwa so:
Achtung: sollten sie vorhaben jemals ihrem Leben durch Einatmen von Kohlenmonoxid (Autoabgase) ein Ende zu setzen, dann besuchen sie nicht Taipei.
Von wegen Erwerb einer Immunität.
English: Just attempted to take a walk on the roof of the company (7th floor). After coughing had set in I quickly went back to the stair and could breath again with the aircon inside. Did I mention Taiwan tries to advocate itself as a tourism destination with TV spots in Europe, no? However they should warn people about side effects. Like: Do NOT come to Taipei if you ever plan to commit suicide by inhaling the fumes from the exhaust of your car.
You know, people might acquire an immunity.
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Männer, die auf Ziegen starren
In Taiwan schon gesehen den neuen Streifen mit George Clooney, der in ein paar Tagen in die deutschen Kinos kommt. Mittelprächtige Kommödie, netter schwarzer Humor über den Irakkrieg. Irgendwie weiß der Film aber nicht so recht wo er hin will, aber andererseits, was soll man von Leuten erwarten, die... (siehe Titel). Also, SOLCHE Dinge wie in dem Film habe ich noch nie geschafft, aber die ein oder andere Kollegin hat aufgeschrieen, als ich aus 10 Meter Entfernung... (zensiert). Will ja auch nix verraten...
Männer, die auf Nudelsuppe starren
Während andere Expats gegen bärtige Taliban oder ihnen auf den Kopf fallenden Himmel kämpfen, kann hier in Taiwan bereits das Essen in der Kantine zu einer großen Herausforderung werden. Es war ein kühler aber sehr nebliger Wochenanfang gewesen, letzte Woche nach meiner Rückkehr aus Deutschland und ich stand mit Kollegen in der Suppenküche. Zu den üblichen 100% Luftfeuchtigkeit gesellten sich feucht-heiße Wasserdämpfe der kochenden Suppentöpfe und ich merkte, wie mir wieder mal schwindlig wurde. Nicht nur mir ging es so, stellte ich verblüffend fest, meine Frau fiel sogar fast um und auch ein Kollege vom Vertrieb wirkte benommen. Heißer Wasserdampf ist nicht ganz das Ideale für die Lunge, um Sauerstoff zu extrahieren. Alsbald wurde die Klimaanlage eingeschaltet und es ging uns allen besser. Da sieht man, warum es in Taiwan so friedlich ist. Wenn wir jetzt auch noch Taliban hätten und Mulla Schnulla zum Schießen auf Leute auffordern würde, würde das einfach keinen Spaß machen, wenn die Leute schon von der Lindfleischsuppe umfallen.
Und ich habe vorsichtshalber wieder dieses japanische Elektroschaukelpferd benutzt, eine Art Rodeosimulator für Anfänger, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Alles paletti, als nicht dass sich Verwandte und Freunde hier um mich Wreck sorgen machen. Heute Abend geht es noch aufs Trimmdichfahrad, dann schaffe ich auch die extra große Nudelsuppe "Fall Ni Um" mit Lindfleischeinlage.
Apropos Kantine. Der Spiegel kürt heute die "nervigsten Mensa-Mitesser". Ich habe mir das nicht durchgelesen, erinnere mich aber noch an einen Typen, der in der Mensa an der Uni Hildesheim immer die kommunistischen Pamphlete der Studentenvertretung mit braunen Fleischsoße an der Wand festgeklebt hat. Verdammter Unhold.
Und ich habe vorsichtshalber wieder dieses japanische Elektroschaukelpferd benutzt, eine Art Rodeosimulator für Anfänger, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Alles paletti, als nicht dass sich Verwandte und Freunde hier um mich Wreck sorgen machen. Heute Abend geht es noch aufs Trimmdichfahrad, dann schaffe ich auch die extra große Nudelsuppe "Fall Ni Um" mit Lindfleischeinlage.
Apropos Kantine. Der Spiegel kürt heute die "nervigsten Mensa-Mitesser". Ich habe mir das nicht durchgelesen, erinnere mich aber noch an einen Typen, der in der Mensa an der Uni Hildesheim immer die kommunistischen Pamphlete der Studentenvertretung mit braunen Fleischsoße an der Wand festgeklebt hat. Verdammter Unhold.
Freitag, Februar 26, 2010
Taiwan no nation says Taiwan government
Taiwan is basically a zone inhabited by funny, nervous people who are not sure if they are Chinese, Taiwanese or maybe something else. Now there was a meeting of "Taiwan's president" (though such title is officially non-existent) and a US representative after which "Taiwan's president" was quoted talking about China and Taiwan as "two nations" on each side of the Taiwan strait.
The official web page of the president's office (well, I wonder if this is really an official web site or rather "a web page someone who could be called the president just happens to have") however "corrected" these designations into "regions". Meaning China['s Mainland] and Taiwan are Chinese regions. This is the preferred language of the "president", as he was born in China, is China-friendly and currently is busy with discussing to assimilate Taiwan into China with the Chinese president. The "People's" Republic of China claims Taiwan as it's territory, even though it never ruled about the island.
People, this is not a blog. This is a collection of words and images and you are no reader, just a cell cluster I guess. My car is no car, my toothbrush is no toothbrush... Let's all bow to the wisdom of the "president". If he is one.
[However, THIS is a bedding fair in Taiwan]
The official web page of the president's office (well, I wonder if this is really an official web site or rather "a web page someone who could be called the president just happens to have") however "corrected" these designations into "regions". Meaning China['s Mainland] and Taiwan are Chinese regions. This is the preferred language of the "president", as he was born in China, is China-friendly and currently is busy with discussing to assimilate Taiwan into China with the Chinese president. The "People's" Republic of China claims Taiwan as it's territory, even though it never ruled about the island.
People, this is not a blog. This is a collection of words and images and you are no reader, just a cell cluster I guess. My car is no car, my toothbrush is no toothbrush... Let's all bow to the wisdom of the "president". If he is one.
[However, THIS is a bedding fair in Taiwan]
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Die Rache des Clowns, Tag der Abrechnung
OK OK, keine Sorge, ich habe mir noch keine Flinte gekauft, um es den kichernden Eigeborenen heimzuzahlen. In dieser Hinsicht hat mich nur einmal ein anderer Deutscher im Ausländerforum Forumosa.com beunruhigt, der sich nach einer Kaufmöglichkeit für einen Jeep Wrangler erkundigte und gleichzeitig nach der Möglichkeit, eine Handfeuerwaffe zu erwerben fragte. "Bleib ruhig im Straßenverkehr***" war mein Tipp, auch wenn beide Postings wohl nichts miteinander zu tun hatten.

Pheeeew, ich dachte schon, jetzt will er auch noch schießen, anstatt nur rumzumeckern...
Ich meine hier allerdings eine auf SAT1 (oder wo auch immer) gelaufene deutsche Fernsehproduktion, die laut Vorspann sogar öffentliche Filmförderung genoss und die ich mir in Taiwan als Videokonserve angesehen habe. Für Expats gibt es ja Onlinetvrecorder.com, mit dem man sich deutsches Fernsehen nach Ansicht mancher in einer rechtlicher Grauzone (zur Zeit juristisch geduldet oder gar legal) ansehen kann oder man bringt sich halt die Aufnahme per Video aus dem Deutschlandurlaub mit. Jedenfalls war das Ding ein Abziehbild von US-Produktionen, spielte aber in Deutschland, hatte eine hübsche blonde Damsel in Distress und jede Menge Pyrotechnik und zerschrottete BMWs. Seelenlos und hölzern gespielt, bis auf die hübsche Dame natürlich und damit halt wie die US-Vorbilder.
Was mich aber wunderte war, dass der Film gerade im Taiwan-Fernsehen hier lief, als ich die "Kassette" in den "Videorekorder" schob (lassen Sie uns von der genauen Technik abstrahieren). Kaum bringe ich mir einen deutschen Film mit, läuft er ohnehin in Taiwan. Es war einer der US-Kabelsender, Hollywood oder wie auch immer heißend, der den Film mit chinesischen Untertiteln brachte, werbefinanziert. Ob er auf Deutsch war oder Englisch synchronisiert weiß ich nicht (Abspann lief gerade), aber ich war ob des Zufalls doch erstaunt.
So ein Knallbumm-Zeug mit hübscher Blondine, die vor den LKW gebunden wird (wird ja gerettet, keine Sorge) verkauft sich also bis an den Suppentellerrand der Welt und bis hin ins gottverlassene Taiwan, den letzten Felsen ganz rechts auf der Weltkarte. So kann man also mit deutschen Filmen Geld verdienen, Filmwirtschaft aufgemerkt.
*** Genau genommen habe ich ihn wohl aufgefordert, die Xiaojies (Bild) auszusparen...

Pheeeew, ich dachte schon, jetzt will er auch noch schießen, anstatt nur rumzumeckern...
Ich meine hier allerdings eine auf SAT1 (oder wo auch immer) gelaufene deutsche Fernsehproduktion, die laut Vorspann sogar öffentliche Filmförderung genoss und die ich mir in Taiwan als Videokonserve angesehen habe. Für Expats gibt es ja Onlinetvrecorder.com, mit dem man sich deutsches Fernsehen nach Ansicht mancher in einer rechtlicher Grauzone (zur Zeit juristisch geduldet oder gar legal) ansehen kann oder man bringt sich halt die Aufnahme per Video aus dem Deutschlandurlaub mit. Jedenfalls war das Ding ein Abziehbild von US-Produktionen, spielte aber in Deutschland, hatte eine hübsche blonde Damsel in Distress und jede Menge Pyrotechnik und zerschrottete BMWs. Seelenlos und hölzern gespielt, bis auf die hübsche Dame natürlich und damit halt wie die US-Vorbilder.
Was mich aber wunderte war, dass der Film gerade im Taiwan-Fernsehen hier lief, als ich die "Kassette" in den "Videorekorder" schob (lassen Sie uns von der genauen Technik abstrahieren). Kaum bringe ich mir einen deutschen Film mit, läuft er ohnehin in Taiwan. Es war einer der US-Kabelsender, Hollywood oder wie auch immer heißend, der den Film mit chinesischen Untertiteln brachte, werbefinanziert. Ob er auf Deutsch war oder Englisch synchronisiert weiß ich nicht (Abspann lief gerade), aber ich war ob des Zufalls doch erstaunt.
So ein Knallbumm-Zeug mit hübscher Blondine, die vor den LKW gebunden wird (wird ja gerettet, keine Sorge) verkauft sich also bis an den Suppentellerrand der Welt und bis hin ins gottverlassene Taiwan, den letzten Felsen ganz rechts auf der Weltkarte. So kann man also mit deutschen Filmen Geld verdienen, Filmwirtschaft aufgemerkt.
*** Genau genommen habe ich ihn wohl aufgefordert, die Xiaojies (Bild) auszusparen...
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Dienstag, Februar 23, 2010
Wieder in Taiwan, wieder erkältet

"Erotische" Einlage oder auf Feuchtigkeitsfilm ausgerutscht?: Tänzerin auf chin. Neujahrsfeier in Taiwan (Feb. 2010)
Um mich herum hustet es in der Firma, ich huste gleich mit. Draußen ist es sonnig mit 14 Grad, aber drinnen pustet die Klimaanlage kalte Luft in den Nacken und die Nacht war etwa 10 Grad warm. Das feuchte und kalte Haus, in dem der Schimmelpilz über die erzwungenermaßen lüftungslose Abwesenheitszeit während meines Deutschlandurlaubs etwas weiter gewachsen ist, war letzte Nacht ausgesprochen ungemütlich. Ohne Heizung muss man Dauerdurchzug machen, um dem Pilz zu entgehen. "Wir brauchen keine Heizung, weil wir ein heißes Land sind", sagen die Taiwanesen, aber jetzt ist es schon den 5. Monat in Folge jeden oder fast jeden zweiten Tag ziemlich kalt, so dass die heizungslose Maxime der Eingeborenen hier immer weniger Sinn macht. Es ist 2009/2010 wohl kälter geworden, sogar richtig Schnee ist zum Jahreswechsel auf Taiwans höchstem Berg gesichtet worden, sonst gibt es da nur einen dünnen Schneeflaum (vergleichbar mit dem "Bartwuchs" eines Durchschnittsmannes hier).
Frau und ich sind uns einig, die kalte heizungslose Tropfsteinhöhle zu verkaufen, die wir unser Reihenhaus nennen, denn auch wenn es draußen warm ist innen ein kaltes Mikroklima. Als Übergang in eine Security-bewachte Wohnanlage (gemietet diesmal!), wo die Security ehr der Einhaltung der Lärmvorschriften als der Sicherheit dient (Normales Mietshaus in Taiwan=Geräuschpegel eines startenden Düsenjägers) und dann langsam Taiwan ade sagen, so ist mein Vorsatz. Hoffen wir, das er anhält. Hust.
Ich gebe es zu, ich bin Feuchtigkeit und Kälte leid, vielleicht erzählen die klugen Menschen hier auch noch keine Heizung zu brauchen, wenn ihnen wegen Klimawandels die Eiszapfen von der Nase hängen. Aber a propos, hätte es nicht wärmer werden sollen wegen dem Klimawandel? Never mind...
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Vacation in Taiwan
10. Going to the dentist because having your mouse rinsed and spitting out blood is fun.
09. Finally kissing your childhood movie idol on the mouth in 2010. Who was 40 when you were 8.
08. Touching a door handle and wondering why it has fur on it [well you can do that in Taiwan]. Well, the fur is ... biological.
07. Finding out it really was smell from the sewers and not a "stinky Tofu" booth this time when you finally took a deep breath to overcome your "stinky Tofu" fear [OK, Taiwan again]
06. Wondering why that aggressive mouse-sized bug is going directly for your big toe [ah wait, Taiwan again]
05. Finding grandma Lee's lost needle in Lee's "Mandarin King" restaurant while eating soft pork balls.
04. Finding out this is not a giant toy spider
03. Wondering if that 50 km/h scooter on the small side walk with slippery tiles can still stop within the 5 meters distance you have when leaving your house [ah wait, Taiwan....]
[to be continued]
Similar article [I can't stop nagging about this]: http://bobhonest.blogspot.com/2010/02/where-else-but-taiwan.html
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